: Er isst

Beja, Stuttgart

Ich habe im Prinz und im nullsiebeneinseins-Blog (leider ist der Post nicht mehr online und nur noch über den Google-Cache erreichbar) die Lobhudeleien über das Beja gelesen. Das macht natürlich neugierig.

Das Beja bietet ausschließlich portugiesische Küche, die natürlich viel Meeresgetier, aber auch das eine oder andere Kaninchen und Rind zu bieten hat. Dementsprechend ist auch die Karte des Beja gestaltet.

Ich hatte als Vorspeise Stockfischkroketten und als Hauptspeise einen Eintopf mit Venusmuscheln und Kartoffeln. Nicht bestellt, aber trotzdem bekommen, haben wir auch noch Oliven als Vorspeise (die ausgesprochen lecker waren, weil schön in Olivenöl mit Knoblauch und Chili eingelegt). Aber der Reihe nach.

Stockfisch gehört zu Portugal wie der Mozarella zu Italien und beschreibt nur die Zubereitungsart einen Fisch durch Salz haltbar zu machen. Die Kroketten sind knusprig ausgebacken und haben wunderbar geschmeckt.

Der Eintopf heißt Cataplana und wird im Kupferkessel serviert. Macht viel her und sieht gut aus. Gibt es in verschiedenen Versionen mit Fisch, Meeresfrüchten oder Fleisch, z. B. Kaninchen. Und im Beja wird noch reichlich Koriander hinzugegeben. Koriander kann man ja lieben oder hassen. Ich persönlich mag es sehr. In diesem Fall wurde es aber übertrieben. Soviel Koriander findet man wahrscheinlich noch nicht mal in vietnamesischen Gerichten und die verwenden auch Unmengen. Fand es unpassend für das portugiesische Essen, ohne zu wissen, ob das dort im Original genauso gemacht wird. Wie auch immer, bis auf das, war auch das sehr lecker.

Der Service war sympathisch, aber etwas langsam und hat einiges durcheinandergebracht. War nicht weiter schlimm, sollte aber nicht unerwähnt bleiben.

Ehrliche, portugiesische Küche. Küche für jeden Tag. Der Service sympathisch, aber verbesserungswürdig.

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