: Er isst

Plachutta, Wien

Das Plachutta in Wien genießt eine lange Tradition. Seit 1987 wächst und gedeiht das Familienunternehmen, das neben dem bekanntesten Restaurant in der Wollzeile noch zwei andere Plachuttas und weitere Gasthäusern betreibt.

Zu Berühmtheit gelang das Plachutta vor allem durch seinen Tafelspitz. Nirgendwo wird diesem Wiener Klassiker mehr gehuldigt als hier. Der Tafelspitz bezeichnet zugleich das Schwanzteilstück vom Rind als auch die Zubereitungsart, nämlich in eigener Brühe gekocht. Zusätzlich zum klassischen Tafelspitz, werden aber auch andere Stücke vom Rind zubereitet.

Aus der Brühe wurde erst mal die Vorspeise aufgetischt. Denn außer einer Suppeneinlage braucht es da ja nicht mehr viel. Zur Auswahl gab es Fritatten, Grieß- oder Leberknödel. Fritatten werden aus einem Pfannkuchen feingeschnitten, hier im Schwabenland sagt man auch Flädle dazu. Die nahm ich dann auch. Und das war schon köstlich. Die Brühe war vom Fleisch und dem Suppengemüse schön herzhaft, die Fritatten gut gewürzt.

Danach wurden der bestellte Tafelspitz und die durchzogenen Gustostückerl mit Rösterdäpfel (Bratkartoffeln), Apfelkren (Apfelmeerrettich) und einer Schnittlauchsauce vom Service angerichtet. Das Fleisch war sensationell gut und sehr zart. Die Beilagen passend und gut. Großartig.

Der Service war aufmerksam, schnell und nett. Auch etwas hektisch, aber das ist wohl dem Umstand geschuldet, dass das Restaurant doch recht groß erscheint. Da wir mittags dort waren und nicht alle Plätze belegt waren, hatte das aber keine Auswirkung.

Das Plachutta macht seinem Ruf alle Ehre und serviert das beste gekochte Rindfleisch in Wien. Es gibt zwar auch andere Gerichte, aber fast niemand isst die dort. Und wer Lust auf einen wirklich originalen und guten Wiener Tafelspitz hat, sollte dem Plachutta unbedingt einen Besuch abstatten.