: Er isst

Goldener Adler, Stuttgart

Der Goldene Adler in Stuttgart wurde erst in der aktuellen Ausgabe des Guide Michelin mit einem „Bib Gourmand“ ausgezeichnet. Der „Bib Gourmand“ ist eine Auszeichnung für Küchen mit „sorgfältig zubereiteten und preiswerten Mahlzeiten“. Grund genug dem Adler einen Besuch abzustatten.

Der Goldene Adler liegt im Stuttgart Süden und sieht von außen eher nach einem urigen Gasthaus aus. Innen genießt man eher eine Mischung aus Tradition und Moderne.

Gegessen habe ich sautierten Kalbsbries als Vorspeise und ein Ragout vom Wildhasen mit Brezelknödel als Hauptspeise. Durch das Sautieren sollte das Kalbsbries kräftige Röstaromen bilden und damit einen Gegenpol zur ansonsten cremigen Konsistenz des Bries bilden. Leider kam die Röstung zu kurz. Sehr blass kam das Bries daher und wirkte deswegen recht eintönig. Das geht besser. Das Wildhasenragout dagegen war sehr lecker und sehr gut abgeschmeckt. Auch der Brezelknödel  war fluffig und locker und gar nicht so trocken, wie man ihn oft bekommt.

Meine bessere Hälfte hatte einen Zwiebelrostbraten mit Spätzle. Auch der geht besser. Das Fleisch war von guter Qualität aber auch nicht stark genug angebraten. Im Allgemeinen hätte das besser abgeschmeckt sein können. Ebenso die Spätzle. Zwar wirklich hausgemacht, aber auch etwas fad.

Die Weinauswahl ist gut und vor allem regional. Die Preise sind mit einem Faktor knapp über zwei fair, aber nicht günstig, kalkuliert.

Alles in allem ein gutes, aber auch verbesserungswürdiges, Essen. Erwähnenswert ist vielleicht auch noch, dass der, ansonsten sehr nette und sympathische Service, am Ende solange gebraucht hat, dass es für die Bestellung einer Nachspeise leider nicht mehr gereicht hat.

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