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Graved Lachs

Gestern fand der Eurovision Song Contest in Schweden statt. Grund genug für uns, den Anlass mit Freunden zu feiern und dem schwedischen Gastgeber zu Ehren ein schwedisches Menü zu servieren. Aufgetischt wurden „Köttbullar“, die vor allem von IKEA bekannt gemachten Fleischbällchen, mit einer einfachen Sauce aus Sahne und Preißelbeerkonfitüre. Als Beilage haben wir „Janssons frestelse“ gekocht, einen Kartoffelauflauf mit Zwiebeln, Knoblauch und, wenn man möchte, Anchovis.

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Davor gab es einen selbst zubereiteten „Gravad Lax„, einem mit Gewürzen gebeizten Lachs. Wie es der Zufall so wollte, hatte „cucina e passione“ erst vor einem Monat ein passendes Rezept veröffentlicht. Was es genau mit dem „Beizen“ auf sich hat, kann man dort sehr toll nachlesen. Auf jeden Fall beschloss ich den Lachs genau so zu „nachzukochen“. Auch bei uns gab es eine Senf-Dill-Sauce dazu.

Der Lachs war geschmacklich und in der Konsistenz super. Nicht vergleichbar mit fertig gekauftem Graved Lachs, auch in sehr guter Qualität. Gerade die etwas festere Konsistenz hat mich begeistert. Allerdings ist der Fisch bei mir stellenweise zu salzig geraten. Ich vermute, dass die Beizdauer von 50 Stunden dann doch etwas zu lang war. Das Salz ist in der Zeit zu sehr in den Lachs eingedrungen. Ein paar Stunden weniger und das Ergebnis wäre perfekt gewesen.

Deswegen habe ich den Lachs unmittelbar vor dem Essen noch mal, ähnlich wie man es auch bei Stockfisch macht, gewässert, was den Geschmack nicht negativ beeinträchtigte, aber den Salzgehalt des Fisches verbesserte.

Der Eurovision Song Contest war ja jetzt für Deutschland nicht so erfolgreich, aber wenigstens hat das Essen gestimmt. In diesem Sinne, freuen wir uns schon auf das dänische Menü im nächsten Jahr.

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