: Er isst

Hiro Sushi, Stuttgart

Es gab Zeiten in Stuttgart, da musste man schon lange suchen, um ein japanisches Restaurant zu finden. Außer dem Fai Sushi, damals noch am Rotebühlplatz, dem Sushi-Ya im Feinkost Böhm und dem Kicho im Stuttgarter Süden waren keine weiteren Lokale auszumachen. Und das obwohl inbesondere Sushi sich immer größerer Beliebtheit erfreute. Mittlerweile hat sich das geändert und viele Nachahmer buhlen um die Gunst der Fischliebhaber. Eines davon ist das Hiro im Westen, das zur Zeit sein einjähriges Bestehen feiert. Das Betreiber-Trio war davor im Kicho, I-Love-Sushi und Tokio Dining aktiv und müsste also über jede Menge Erfahrung verfügen.

Das merkt man auch. Die Speisen sind allesamt sehr lecker und sie schaffen es, sich an der einen oder anderen Stelle mit etwas kreativeren Sushi-Kreationen von ihren Mitbewerbern abzuheben. Insbesondere bei den Rolls kann man sich von der Küche überraschen lassen, z. B. mit frittierter Garnele, kurz angeflammten Thunfisch, Avocado und einem Zitrusgelee. Oder einem Nigiri mit rosa gegrillter Entenbrust. Auf der Tageskarte wurde außerdem ein Nigiri mit Toro, einem fetteren Stück vom Bauch des Thunfisches, angeboten, das sonst äußerst selten zu finden ist. Oder frittierte Soft Shell Crabs, die im Ganzen gegessen werden können, aber leider schon ausverkauft waren. Ansonsten kann man es sich aber auch mit den Sushi-Klassikern gut gehen lassen.

Wie schon vorab verraten, waren alle Sushi sehr gut und die Fischqualität recht hoch. Die Auswahl an Weinen ist etwas klein, woran man sich mittlerweile fast schon gewöhnen muss. Dafür gibt es japanisches Bier, in diesem Fall Kirin, vom Fass.

Der Service ist sehr nett, wenn auch manchmal etwas langsamer. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass das Restaurant bei unserem Besuch komplett belegt war und die neuen Gäste bereits eine Warteschlange gebildet haben um die nächsten, freiwerdenden Plätze zu ergattern. Viele Japaner und öfter auch die japanischen Fußball-Profis vom VfB Stuttgart Gotoku Sakai und Shinji Okazaki, zu mindestens bis zu seinem Wechsel nach Mainz, sind unter den Gästen zu finden, was sicherlich kein ganz schlechtes Zeichen für die Küche ist.

Insgesamt also ein empfehlenswertes Sushi-Lokal.

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