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Kaninchenkeule mit Bohnenkraut geschmort, Schalotten und Rhabarber (Hauptspeisen/Kräuter)

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Ich bin jetzt nicht unbedingt der größte Rhabarber-Fan, weswegen ich das Gemüse auch eher selten in der Küche verwende. Oftmals ist er mir einfach zu sauer und meine Zähne mögen die hohe Oxalsäure auch nicht so. Ihr wisst schon, die verursacht dieses unangenehme, pelzige Gefühl auf den Zähnen.

Also war ich gespannt, ob und wie mich der Herrmann vom Gegenteil überzeugen kann, wobei der Rhabarber im Gericht eher eine Nebenrolle gespielt hat. Die Kaninchenkeulen wurden eher klassisch geschmort und dann noch mal mit dem Bohnenkraut aromatisiert. Die Sauce wurde mit Bohnen hergestellt, gebunden und kräftig abgeschmeckt. Die Schalotten wurden lange im Ofen geschmort und der Rhabarber ohne weitere Vorbereitung ebenfalls im Ofen gegart.

Die Kaninchenkeulen sind toll geworden. Saftig und zart, geschmacklich intensiv zusammen mit dem Kraut und der Sauce. Die Schalotten sind grandios. So einfach zuzubereiten, verlieren sie durch das Schmoren völlig ihre Schärfe und werden stattdessen herzhaft süß. Der Rhabarber dagegen war… zu sauer. Natürlich. Und damit erübrigt sich die Hoffnung Herr Herrmann würde mich davon überzeugen können. Die Idee mit Säure gegen die recht eintönigen, erdigen Bohnen „anzukämpfen“ war gut, hätte meiner Meinung nach aber anders umgesetzt werden müssen. So wirkte er wie ein Fremdkörper im Gericht.

Insgesamt also gut, wenn auch nicht ganz harmonisch ausgewogen.

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