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T-Bone-Steak mit Heston Blumenthals „Triple Cooked Chips“ und Tomatensalsa

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Nach dem Zwiebelrostbraten letzte Woche, gab es heute das T-Bone-Steak, das ebenfalls im Otto Gourmet-Probierpaket enthalten war. Auch hier noch mal ein Dank an Uwe von HighFoodality. Das erste Mal habe ich ein T-Bone-Steak in der Toskana gegessen, wo es als „Bistecca alla fiorentina“ serviert wird. An diesen schönen Sommerabend in Florenz, erinnere ich mich noch heute gerne zurück. Außer dem Prachtexemplar eines T-Bone-Steaks gab es nur ein paar Kartoffelchips dazu, was aber angesichts der Größe des Steaks völlig ausreichend war. Das irische Dry-Aged-Hereford-Rind kann da nicht ganz mithalten. Macht aber nichts, so ein T-Bone-Steak reicht immer noch für zwei Personen.

Diese Kombination aus sehr minimalistisch zubereitetem T-Bone-Steak und knusprigen Kartoffeln, inspirierte mich zu dem Gericht heute. Mit dem T-Bone-Steak habe ich nicht viel gemacht. Nur etwas mit Rosmarin-aromatisiertes Olivenöl habe ich darüber gegeben. Dann kam es auf den Grill und wurde medium-rare gegrillt.

Dazu gab es die „Triple Cooked Chips“, die ich bei Heston Blumenthal abgeschaut habe. Er selbst bezeichnet seine Pommes als eines seiner „Signature Rezepte“. Wenn es ein Drei-Sterne-Koch schafft, aus etwas so Banalem, so etwas Besonderes zu machen, dann muss auch ich das ausprobiert haben. Die klein geschnittenen Kartoffeln werden zuerst unter fließendem Wasser von ihrer Stärke befreit, dann 20 Minuten normal gekocht, bevor sie ausdampfen und für eine Stunde in den Gefrierschrank dürfen. Danach werden sie fünf Minuten bei 130°C in Öl frittiert und zuletzt noch mal in 180°C heißem Öl knusprig gebacken. Durch das erste Kochen der Kartoffeln wird die Oberfläche der Schnittkanten rau, was später super knusprig wird. Gleichzeitig wird das Innere der Pommes soft. Das Ergebnis ist überwältigend. Mit die besten Pommes, die ich bisher gegessen habe. Konsistenzmäßig wirkt das so, als hätte jemand Kartoffelpüree in sehr knusprige Kartoffelchips eingehüllt. Perfekt.

Um geschmacklich noch für eine gewisse Spannung zu sorgen, gab es eine Tomatensalsa dazu. Reife Strauchtomaten werden gehäutet, entkernt und mit Zwiebel, Knoblauch und Rosmarin geschmort. Das Ganze wird süßlich abgeschmeckt, damit sie noch besser mit den anderen Komponenten harmoniert.

Der Roastbeef-Anteil des Steaks ist etwas kerniger und fester in der Konsistenz, der Filetanteil war butterzart. Geschmacklich war auch dieses Fleischstück sehr lecker, wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass es auch besser geht. Aber das ist sicherlich jammern auf ganz hohem Niveau.

2 Gedanken zu “T-Bone-Steak mit Heston Blumenthals „Triple Cooked Chips“ und Tomatensalsa

    • Ganz ehrlich, in Blumenthals Kochbuch liest sich alles so lecker :-) und seine vergleichsweise unorthodoxe Vorgehensweise an manche Zubereitungsarten funktioniert einfach. Nie hätte ich gedacht, dass seine Steak-Brattechnik wirklich zu einem besseren Ergebnis führt oder dass ich die Pommes auch so gut hinkriege. Nächstes Projekt: Sein „fluffiest“ Kartoffelpüree :-).

      Ich bin ja wirklich ein großer Fan von ihm. Schade dass sein The Fat Duck am gefühlten „Allerwertesten“ der Welt gelegen ist. Der Ausflug dorthin lohnt sich sicherlich.

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