: Er isst

New York: Märkte

Ich bin zurück aus den USA. Schön war es und natürlich sehr lecker. Dass die Amerikaner nicht wüssten wie gut gegessen wird, kann ich so nicht bestätigen. Im Gegenteil, für gutes Essen stellen sich Amerikaner auch mal in eine 50 Meter lange Schlange und zahlen überdurchschnittlich viel. Insofern verwundert es auch nicht besonders, dass der Urlaub einige kulinarische Höhenpunkte bereithielt.

Mein erster Stop führte mich nach New York. Wie keine anderer Ort der Vereinigten Staaten verkörpert die Stadt die unbegrenzten Möglichkeiten die das Land bieten soll. Auch aus kulinarischer Sicht gibt es dort nichts, was es nicht gibt. Den Anfang der Berichtsreihe macht ein Blick über verschiedene Märkte.

Chelsea Market. Der Chelsea Market liegt, wie der Name schon sagt, im Stadtteil Chelsea. Vorgestellt hatte ich mir den Markt wie eine typische Markthalle mit vielen Händlern, bunten Ständen und bestem Gemüse, Obst, Fleisch und anderen Zutaten. Tatsächlich handelt es sich um eine schöne alte Halle in der viele kleinere Restaurants oder Imbissstände ihre Heimat gefunden haben. Übrig geblieben sind leider nur noch ein Gewürz- und ein Fischhändler. Das entsprach zwar nicht ganz meinen Erwartungen, war aber nicht weniger interessant. Unter den Imbissen hat auch ein bekannter Musiker sein Zuhause gefunden. Questlove, Mastermind und Schlagzeuger von „The Roots“, die wieder rum auch als Liveband bei der Jimmy Fallon Late Night Show bekannt wurden, bietet in seinem Hybird fried Chicken an. Natürlich steht er dabei nicht selbst am Herd, aber es war Grund genug für mich die amerikanische Version des Backhendls auszuprobieren. Erkenntnis 1: Die Hähnchen sind ganz schön groß dort. Erkenntnis 2: Frittieren können sie, die Amerikaner. Erkenntnis 3: Das ist schon echt lecker. Die Panade des Fried Chicken war toll gewürzt, schön knusprig und das Fleisch super saftig. Ein schöner, „kleiner“, Auftakt in das kulinarische Abenteuer.

Union Square. Am Union Square fand sich dann schon eher ein Markt, wie man ihn von hier kennt. Viele Bauern der Umgebung bieten Gemüse und Obst an. Kaum ein Händler der nicht betont, biologisch anzubauen und der seine Produkte der Region toll präsentiert hätte. Allerdings nichts, mit dem ein Urlauber was anfangen könnte, es sei denn er hat eine mobile Küche mit dabei (die ich manchmal gerne gehabt hätte ;-)).

Madison Square Market. Direkt am sehr prägnanten Flat Iron Building befindet sich ein toller Food Market, mit verschiedenen Imbissständen die zu einem kleinen Snack einladen. Einige Restaurants haben dort kleine Ableger eröffnet und verkaufen dort einen Ausschnitt aus ihrem regulären Angebot. So gibt es z. B. Pizza von Roberta’s, Kaffee und Kuchen der Momofuku Milkbar oder die sehr bekannten Lobster Rolls des Red Hook Lobster Pounds. Letztere gab es dann auch zu essen, weil sie einfach zu verlockend aussahen. Jede Menge Hummerfleisch mit einer selbstgemachten Mayo in einem fluffigen Brötchen das mit jeder Menge Butter abgeschmeckt ist. Toll.

Smorgasburg. Brooklyn Flea organisiert jeden Sonntag einen Food Market in Williamsburg am East River mit dem Namen Smorgasburg. Die New York Times bezeichnet den Markt auch als „The Woodstock of Eating“. Und tatsächlich ist es schon sehr einmalig, wie viele Imbissstände sich wöchentlich zusammen finden und welche Auswahl hier angeboten wird. Lust auf BBQ Ribs oder Dim Sum? Oder doch lieber Burger und Yakitori-Spieße. Vielleicht auch Macaroni & Cheese oder etwas Süßes. Als wäre das nicht genug, ist Smorgasburg auch noch die Geburtstätte des Ramen Burger, der statt Brötchenhälften gebratene Nudeln verwendet. Selbst die BILD berichtete darüber. Leider sind die Warteschlangen nicht kürzer geworden, weswegen ich darauf verzichten musste. Ansonsten empfiehlt es sich ziemlich ausgehungert hier her zu kommen, damit man sich auch durch das vielfältige Angebot durchprobieren kann.

4 Gedanken zu “New York: Märkte

  1. Oh ja. Madison Square Market ist genial. Vor allem, wenn man das frische Obst gleich auf der nächsten Bank mit ein paar (hoffentlich guten) Musikern genießen kann. Ich hoffe du hast die Möglichkeit gehabt, den genialen Kaffee in einem der 9th Street Espresso Läden zu genießen!?

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