: Er isst

Red Farm, New York

Kommen wir zu den besuchten Restaurants, die jeweils einen eigenen Blog-Beitrag bekommen, weil es dazu doch etwas mehr zu erzählen gibt.

Das Red Farm ist im West Village zu finden, was relativ zentral in Manhattan liegt. Angeboten wird eine modernisierte Version der asiatischen Küche. In amerikanischen Gastroführern, z. B. dem New York Magazine oder Zagat, wurde es beispielsweise als eines der besten chinesischen Restaurants in New York gelistet.

Da kein Tisch reserviert werden kann, hatten wir Glück, dass wir um ca. 19 Uhr kurz vor dem großen Ansturm da waren. Nach uns entstand langsam eine kleine Warteschlange mit Besuchern die noch auf einen Tisch warteten. Die Einrichtung ist wenig asiatisch und erinnert eher an einen schönen Italiener, was ich aber nicht als negativ empfand. Das waren dann schon die Platzverhältnisse. Zwar wurden wir am langen Tisch platziert, hatten also weniger mit den eng gestellten Einzeltischen zu kämpfen, aber mit fehlenden Abständen zu den Stuhlnachbarn. Wie ich dann an den anderen Abenden feststellen durfte, wird mich das nicht das einzige Mal in den USA stören. Die Amerikaner dagegen, scheinen das völlig in Ordnung zu finden, insofern ist diese Meinung sehr subjektiv.

Wir hatten verschiedene Dim Sums als Vorspeise. Mit Schweinefleisch gefüllte und gebratene Teigtaschen, gedämpfte Reisteig-Dumplings mit Garnelenfüllung und frittierte Krebs-/Entenfleisch-„Buletten“ mit einer Thai-mäßig abgeschmeckten Suppe. Die wollte nicht so wirklich dazu passen, weil eine Sauce besser gewesen wäre, konnte aber ja prima weggelassen werden. Die Art der Präsentation regt zum Schmunzeln an, Pac Man Dumplings und Buletten in Krebsform schmeckten aber auch sehr lecker und machten Appetit auf den Hauptgang.

Es gab breite Reisnudeln mit BBQ-Ente und knuspriges, geräuchertes Hähnchen mit Knoblauch. Wie schon im letzten Bericht erwähnt sind diese Wok-Nudeln, die im Original „Chow Fun“ heißen, unfassbar lecker. Dazu eine etwas zu lang gebratene, trotzdem zarte, Entenbrust. Das Hähnchen war auch sehr zart und saftig, leider aber nicht so knusprig wie erhofft. Trotzdem bleibt eine positive Erinnerung zurück.

Der Service war sehr nett, aufmerksam und schnell, selbst in den beengten Verhältnissen. Zu trinken gibt es, wie überall, Wein, Bier und Cocktails. Und die Cocktail- und Bierauswahl, das kann ich auch schon mal vorweg nehmen, ist in jedem Restaurant hervorragend. Cocktails sind extrem kreativ und fast immer abseits der omnipräsenten Mojitos oder Planters Punch.  Die Biersorten kommen aus kleineren, regionalen Brauereien und machen die Wahl zur Qual.

New York und die modernisierte, chinesische Küche präsentierten sich von seiner sehr guten Seite und machten neugierig auf die nächsten Tage.

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