: Er isst

Momofuku, New York

Momofuku ist eine Gastronomie-Marke des Gründers und Kochs David Chang, der in den USA so etwas wie einen Kultstatus besitzt, sich auch international einen Namen gemacht hat und auf dem Cover des nächsten TIME Magazines zusammen mit René Redzepi und Alex Atala als einer der „Gods of Food“ bezeichnet wird. Es steht auch für mittlerweile elf Restaurants und Bars weltweit, wovon das Momofuku ko mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet ist und die Momofuku Ssäm Bar mehrere Jahre in der Liste der 50 besten Restaurants der Welt geführt war.

Kaum zu glauben, dass alles mit einer einfachen und gleichnamigen Noodle Bar angefangen hatte, die wir dann besuchten. Seit 2004 werden dort vor allem Ramen-Nudelsuppen und Buns, also gefüllte Teigtaschen, in verschiedenen Variationen angeboten. Etwas Glück gehört dazu, in dem kleinen Restaurant direkt einen Tisch zu bekommen. Da keine Reservierungen angenommen werden, bildet sich jeden Abend recht schnell eine beachtliche Warteschlange, die in den Raum reinführt und eine etwas eigenartige, vor allem unruhige Atmosphäre schafft. Vergleichbar mit einem Imbiss, nicht wie die Geburtstätte eines Gastronomie-Imperiums.

Aber man sollte sich davon nicht beirren lassen. Berühmt wurde die Noodle Bar mit einem „pork/shiitake –pickled red onion hoisin, scallion, cucumber“-Bun und dem „momofuku ramen – pork belly, pork shoulder, poached egg“. Die Teigtasche ist mit lange geschmorten und deswegen sehr zartem Schweinebauch gefüllt, das von einer herzhaften Hoisin-Sauce begleitet wird. Ausgeglichen werden diese intensiven Zutaten mit frischen Gurken und Schnittlauch. Alles im Prinzip sehr einfach, aber dann doch so lecker. Genauso wie die Nudelsuppe. Die Brühe war gehaltvoll und kräftig im Geschmack und eine gute Grundlage zu den Nudeln. Auch die anderen Einlagen wussten zu überzeugen.

Ob die wirklich sehr guten Gerichte den Trubel der darum gemacht wurde aber wirklich wert sind, muss jeder selbst beurteilen. Ich persönlich würde dann das nächste Mal doch versuchen in einem der anderen Restaurants einen Platz zu bekommen.

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