: Er isst

The Modern, New York (*)

Das Museum of Modern Art gilt als eine der „weltweit bedeutendsten und einflussreichsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst“. Und als sei das noch nicht genug, ist es auch die Heimat des, mit einem Michelin-Stern prämierten, Restaurants „The Modern„. Und weil wir ohnehin zufällig zur Mittagszeit dort waren und die ausgezeichnete Magritte-Ausstellung ansahen, gingen wir kurzentschlossen noch etwas Kleines essen.

Das Restaurant bietet nämlich für die Gäste des Museums einen lockeren Rahmen an, in dem etwas ungezwungener gegessen werden kann. Für das „Fine-Dining“ steht dann ein getrennter Raum zur Verfügung. Der Raum ist mit relativ vielen, eng gestellten Tischen ausgestattet und einer Theke, an der ebenfalls gegessen werden kann. Und das nächste Mal gehe ich einfach mit Trois Etoiles nach New York, wir gehen ohnehin immer in die gleichen Restaurants essen. Auch hier kam er mir zuvor und beschließt seinen Bericht mit „Doch das kurze Mahl hatte es in sich und zeigt erneut, was passiert, wenn man hervorragende Produkte mit Leidenschaft, Lockerheit und einem weltgewandten Publikum verbindet.„. Das war auch bei den von mir bestellten Gerichten zu spüren.

Doch der Reihe nach. Die Küche wird von Gabriel Kreuther geleitet der aus dem Elsass stammt und seine Version einer amerikanisierten, französischen Küche kocht. Die besteht aus klassischen Rezepturen die mit dem gewissen Etwas aufgepeppt wird. So wird der Klassiker „Ente à l’Orange“ beispielsweise mit Pimientos de padrón oder die Pilzsuppe mit Chorizo Ravioli ergänzt. Für mich gab es dagegen dann doch eher traditionelle Kost. Einen Wolfsbarsch mit einer Weißweinsoße, Champignons, Schalotten und Schnittlauch, der schlichtweg zum Niederknien war. Oder auch der Sauerbraten, der in dieser Variante mit Rindsbäckchen zubereitet war und zusammen mit Pastinakenpürree und Pilzen serviert, hervorragend war. Das Gericht meiner Begleitung mit elsässischen Buchweizenspätzle, einer rohen Scheibe Thunfisch und gebratener Gänseleber war dann allerdings doch etwas zuviel des Guten, zu mindestens in der Kombination.

Ein Gedanke zu “The Modern, New York (*)

  1. Pingback: Das Guggenheim und Pintxos, Teil 1. Bilbao, Spanien | erkocht!

Kommentar verfassen