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Gebratener Hirschrücken mit Lavendelmilch und geschmorten Aprikosen (Hauptspeisen/Kräuter)

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Ihr seht das letzte Hauptgericht aus der Kategorie Kräuter. Der Hirschrücken wird kurz gebraten serviert. Dazu gibt es ein Haselnusskartoffelpürree, den samtigen Lavendelmilchschaum und die süß-säuerlich geschmorten Aprikosen.

Wild und Obst passen ja gut zusammen. Klassischerweise werden Preiselbeeren dazu serviert, die mir persönlich geschmacklich oftmals einen Tick zu kräftig sind. Die Aprikosen wirken leichter. Noch dazu schmeckt das Fleisch kurzgebraten weniger nach Wild, als es beispielsweise bei einem Schmorgericht der Fall wäre. Insofern wirkt die Kombination mit Aprikose noch stimmiger. Die Lavendelmilch mit ihrem tollen parfumartigen Duft, bringt dann die verschiedenen Komponenten harmonisch zusammen.

Der Teller ist etwas grob angerichtet, was aber natürlich keinen negativen Einfluss auf das Gericht hat. Es schmeckte sehr gut.

Was aber nicht unerwähnt bleiben soll, ist die Tatsache, dass es das Rezept so nicht geben dürfte. Heimische Aprikosen haben zwar gerade Hochsaison und sind bis August auf jedem Markt in großer Menge zu finden, die Jagdsaison für Hirsch fängt allerdings erst im September an. Saisonal wird man beides also als regionale Frischware leider nie gleichzeitig erhalten. Was sich Alexander Herrmann hier dachte, ist für mich nicht nachvollziehbar. Zwar ist es kein Problem, dass Fleisch auch als Tiefkühlware zu erhalten, dennoch hätte ich mir beim Schreiben des Rezepts gewünscht, dass das aufgefallen wäre.

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